Im Rettungsdienst arbeiten als  Rettungssanitäter

Notfallrettung und qualifizierter Krankentransport sind Teamaufgaben, die von Rettungssanitätern, Rettungsassistenten, Notfallsanitätern und auch Notärzten gemeinsam gelöst werden. Jeder im Team wird entsprechend der gesetzlichen Anforderungen, Ausbildung und Qualifikation eingesetzt.

Dabei unterstützt, assistiert und hilft der RettSan im Einsatzdienst der RKiSH Notfallsanitätern und Notärzten bei der Versorgung von Notfallpatienten. Hier dienen die SAA (Standardarbeitsanweisungen) als Leitlinie und werden im Team gemeinsam angewendet. Die Aspekte des CRM gelten für alle Teammitglieder und natürlich ist der RettSan ein wichtiger „Mitdenker“ im Sinne einer positiven Sicherheitskultur in der Patientenversorgung.

Die Verantwortung und Betreuung von Patienten bei einem qualifizierten Krankentransport übernimmt der RettSan eigenständig, erkennt Komplikationen und kann lebensrettende Maßnahmen einleiten und mit nachgeforderten Teams die Weiterversorgung durchführen. In technischen und organisatorischen Fragestellungen unterstützt und ergänzt er die anderen Teammitglieder.

Besetzung der Fahrzeuge

In den Versorgungsbereichen der RKiSH regelt das schleswig-holsteinische Rettungsdienstgesetz (SHRDG) die Besetzung der Rettungsmittel. Hiernach werden die RTW, KTW und NEF der RKiSH wie folgt besetzt:

Rettungswagen (RTW)

1 x Notfallsanitäter
+ 1 x mindestens Rettungssanitäter mit Einsatzerfahrung (100 Notfalleinsätze) oder
    1x NotSan-Azubi nach 18 Monaten oder 1 x Rettungsassistent

Krankentransportwagen (KTW)

1 x mindestens Rettungssanitäter mit Einsatzerfahrung (100 Notfalleinsätze) oder 1 x Rettungsassistent
+ 1 x Rettungssanitäter

alternativ

1 x Notfallsanitäter 
+ 1 x NotSan-Azubi nach 18 Monaten

Notarzteinsatzfahrzeug (NEF)

1 x Notarzt
+ 1 x Notfallsanitäter oder 1 x Rettungsassistent

Vergütung

Tabellenwerte TVöD VKA für Rettungsanitäter
Gültig ab 01.03.2019 bis 29.02.2020 (monatlich in Euro)

 

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

Stufe 4

Stufe 5

Stufe 6

EG 4

 2.329,99

2.514,19

2.663,27

2.755,21

2.847,13

2.900,97

 


Gültig ab 01.03.2020 (monatlich in Euro) 

 

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

Stufe 4

Stufe 5

Stufe 6

EG 4

 2.363,07

2.540,85

2.690,02

2.782,88

2.875,73

2.930,10

 

Zum Grundgehalt kommen entsprechend der Tätigkeit noch die Wechselschichtzulage (105 € brutto) sowie Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge (durchschnittlich zwischen 150 und 250 € netto).              

Die Jahressonderzahlung („Weihnachtsgeld“/ „13. Gehalt“) zu Ende November beträgt aktuell noch einmal zusätzlich 79,51 % des Grundgehalts.

Urlaubstage

Alle Mitarbeiter haben einen Erholungsurlausanspruch von 30 Tagen. Hinzu kommt noch der Zusatzurlaub für Wechselschichtarbeit von 6 Tagen im Kalenderjahr. Die Werte beziehen sich auf eine 5 Tagewoche. Bei einer geringeren Tagewoche wird der Anspruch im Verhältnis anteilig gewährt.

  • RKiSH in Zahlen
  • Unsere Leistungen
  • Was ist bei der RKiSH anders?
  • TVöD
Das Einsatzgebiet
  • Fünf Kreise: Dithmarschen, Pinneberg, Rendsburg-Eckernförde, Segeberg und Steinburg
  • Einwohner: 1.120.000 
  • Fläche: 6.700 km2 - 42 Prozent des Landes Schleswig-Holstein
  • Rettungswachen: 44

 

Die Flotte
  • Rettungswagen: 94
  • Schwerlast-Rettungswagen: 1
  • Krankentransportwagen: 14
  • Notarzteinsatzfahrzeuge: 17
  • Trainings-Rettungswagen: 2

Hinzukommen Einsatzfahrzeuge für Großschadenslagen (MANV) in Form von Kommandowagen und Mannschaftstransportern.

Einbindung
  • Jährliche Mitarbeitergespräche
  • Mitarbeit in Teams
  • Mitarbeit in Projektgruppen
  • Mitarbeiterbefragungen
  • Ideenmanagement
  • Regelmäßige Chats mit den Mitarbeitern und der Unternehmensleitung
  • Regelmäßige Team- und Wachenbesprechungen
Unterstützung
  • Aktivheft - Belohnung von gesundheitsbezogenen Aktivitäten 
  • Übernahme der Eintrittskosten in vielen Schwimmbädern
  • Übernahme der Startgebühr für Sportwettkämpfe (bis 40 Euro pro Wettkampf)
  • Vergünstigungen in Fitnessstudios
  • Ergonomie am Arbeitsplatz
  • Betriebssportgruppen
  • Massageangebot
  • Obst- und Gemüsekorb für die Rettungswachen oder Verwaltungsstandorte
  • Rückenschule
  • Stresstest
  • Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte (PSNV-E)
  • Psychologische Beratung
  • Ernährungsberatung
  • Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)
  • Suchthilfe und -prävention
Worauf kommt es beim Personalauswahlverfahren an?

Das Auswahlverfahren findet in Form eines ganztägigen Assessment-Centers statt. Wichitg ist uns hier die angenehme Atmosphäre - es soll ein gegenseitiger Kennenlerntag stattfinden.
Wir legen besonderen Wert darauf, dass sich Bewerber schnell in neue Situationen einfinden können und gut in einem Team arbeiten. Dabei spielen vor allem die persönliche und soziale Kompetenz eine große Rolle. Eine ausführliche Beschreibung des Auswahltages gibt es [hier].

Wie ist der Schichtdienst geregelt?

In unserem eigens entwickelten Dienstplansystem, auf Basis eines flexiblen Jahresdienstplanes, ist die oberste Priorität die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf. So gehören Teilzeitarbeitsverhältnisse zur gelebten Praxis. Das liegt weit über dem Standard im Rettungsdienst. Den Rahmen dafür bildet der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD). Ein Vollzeit arbeitender Notfallsanitäter hat eine 48-Stunden-Woche (incl. Bereitschaftszeit und Pausen). Wie im Rettungsdienst üblich arbeiten wir mit einem Wechselschichtsystem. Dabei variieren die Schichtlängen zwischen neun und zwölf Stunden. Je nach der Anzahl der Nachtdienste, die ein Mitarbeiter regelmäßig arbeitet, hat er gemäß TVöD Anspruch auf zusätzliche Urlaubstage. Außerdem gibt es die Möglichkeit des Freizeitausgleichs über ein Arbeitszeitkonto.

Erfahren Mitarbeiter im Einsatzdienst, was im Unternehmen vor sich geht?

Ja. Über betriebliche Informationen, das Intranet, unsere Mitarbeiterzeitung oder den regelmäßigen Chat mit der Unternehmensleitung. Alle Mitarbeiter haben jederzeit die Gelegenheit, besondere Themen anzusprechen, die sie momentan bewegen. Denn die RKiSH ist die Summe ihrer Mitarbeiter.

Interessieren die Ideen der Mitarbeiter?

Ohne die Mitarbeiter geht es bei uns nicht! Die Herausforderungen der Zukunft werden ganz häufig mit unseren Mitarbeitern gemeinsam erörtert. Ein Beispiel: Zum Thema Weiterentwicklung des Rettungsdienstes nach Einführung des Berufes des Notfallsanitäters, findet ein strategischer Dialog zwischen interessierten Mitarbeitern und der Unternehmensleitung statt. Hier werden Ideen dazu entwickelt und diskutiert. Außerdem existieren ein Ereignis-Meldesystem und ein betriebliches Ideenmanagement. Hier haben unsere Mitarbeiter die Möglichkeit haben, direkt Einfluss zu nehmen.

Wie funktioniert die Umsetzung neuer Ideen?

Besonderen Wert legen wir auf das Projektarbeit: Jeder Wachenleiter reicht Projekt-Entwürfe ein. Die Ideen dafür liefern die Mitarbeiter der Wache. Erfolgreich durchgeführte Projekte heißen beispielsweise „Verbesserung der Zusammenarbeit mit Pflegeheimen“ oder „Critical Incident Reporting System - CIRS“.

Gibt es Lösungen für die Zukunft?

Für den gesamten Gesundheitssektor stellt der demografische Wandel die größte Herausforderung dar. Die RKiSH hat auf der Grundlage der Masterarbeit "Der Rettungsdienst in Schleswig-Holstein im Jahr 2025"  von einem ihrer Controller Konzepte entwickelt, um dieser Aufgabe frühzeitig zu begegnen. Auch werden Ideen entwickelt, wie Transporte in Krankenhäuser reduziert werden könnten und die Bürger dennoch die benötigte Hilfe für ihre Situation bekommen. Eine Idee ist die differenzierte Notfallversorgung: Ein weiteres Einsatzmittel, welches von der Leitstelle disponiert werden kann und mit einem speziell geschulten Notfallsanitäter besetzt ist, der direkte ärztliche Expertise mittels Telekonsultation nutzen können soll.

Wie sieht bei der RKiSH Arbeitssicherheit aus?

Die Leiter der Rettungswachen werden regelmäßig zur Arbeitssicherheit geschult. Sie achten beispielsweise darauf, dass die Einsatzdienstmitarbeiter richtig heben, die Lasten verteilt sind und bei gegebenen Anlässen Helme aufgesetzt werden. Des Weiteren werden alle Wachen von der Stabsstelle Arbeitssicherheit überprüft. Alle Maßnahmen stehen detailliert in unserem Arbeitsschutzhandbuch.

Was ist das Besondere der RKiSH-Region?

Die Vielfältigkeit. Und: Bei uns kann man Arbeiten, wo andere Urlaub machen. Wir decken Stadt- und Landrettung ab. Mitunter haben wir auch Einsätze auf See. In den ländlichen Regionen ist es naturgemäß eher ruhiger, auf den Wachen in städtischen Gebieten haben wir eine höhere Frequenz an Einsätzen. Egal, ob nun ländlich oder städtisch: Wir sind in Norddeutschland, und das prägt uns.

Eingruppierung Mitarbeiter Einsatzdienst
  • Notfallsanitäter: EG N (enspricht P8)
  • Rettungsassistenten: EG 6
  • Rettungssanitäter (RS100): EG 4

Zum Grundgehalt kommen entsprechend der Tätigkeit Wechselschichtzulage sowie Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge. Entsprechende Entgelttabellen und Gehaltsrechner stehen im Internet kostenlos zur Verfügung (TVöD VKA -> kommunal).

Eingruppierung Mitarbeiter Verwaltung

In der RKiSH werden alle Stellen von einer Bewertungskommission u.a. nach Qualifikation, Tätigekit und Verantwortung bewertet und entsprechend im TVöD eingruppiert.

Wie geht es nach der Bewerbung weiter?

Jeder Bewerber erhält eine Eingangsbestätigung mit Angaben zum weiteren zeitlichen Ablauf. Nach dem Bewerbungsschluss werden alle Bewerbungen von einer Auswahlkommission ausführlich gesichtet und bewertet. Die ca. 100 Bewerber mit der besten Bewertung werden zu unserem Personalauswahlverfahren eingeladen.

Worauf kommt es beim Personalauswahlverfahren an?

Das Auswahlverfahren findet in Form eines ganztägigen Assessment-Centers statt. Wichitg ist uns hier die angenehme Atmosphäre - es soll ein gegenseitiger Kennenlerntag stattfinden.
Wir legen besonderen Wert darauf, dass sich Bewerber schnell in neue Situationen einfinden können und gut in einem Team arbeiten. Dabei spielen vor allem die persönliche und soziale Kompetenz eine große Rolle. Eins ausführliche Beschreibung des Auswahltages gibt es [hier].